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Taschenbuch 156 Seiten
ISBN: 978-3744886000
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Inhalt

Was muss passieren, damit ein Mensch zum Monster wird?

David Snow ist ein erfolgreicher Londoner Psychiater. Sein friedliches und geordnetes Leben fällt ins Chaos, als er eines Tages eine schockierende Nachricht auf seinem Smartphone erhält: Jemand hat seine Frau entführt und zwingt ihn, auf seiner gut einsehbaren Veranda zu bleiben. David ist sofort klar, dass er auf Schritt und Tritt beobachtet wird und so keine Chance hat, unbemerkt Hilfe zu rufen.

Als die Entführer David ihre wahren Absichten offenbaren, erkennt er, dass es ihnen nicht um Lösegeld geht; sie haben einen viel perfideren Plan...

Leseprobe (Pdf)
Wissenwertes
Die titelgebende Veranda hat in sehr ähnlicher Form tatsächlich in meinem Elternhaus in der Bad Nauheimer Altstadt existiert (die charakteristische Fensterfront wurde inzwischen durch eine Wand mit einem einzelnen Fenster ersetzt). Die Aussicht war natürlich eine andere, allerdings gab es eine zeitlang tatsächlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Rohbau. Das hatte mich bereits 1992, in meiner aktiven Videofilmer-Phase, auf die Grundidee von "Veranda" gebracht: Ein Mann sitzt auf seiner Veranda fest, während ihn ein Sniper im Visier hat.

Der Prolog war das letzte Kapitel, dass ich geschrieben habe. Zum einen wollte ich gleich am Anfang eine Suspense-Szenze haben, zum anderen gibt der Prolog dem Leser die Möglichkeit, die Antagonisten besser kennenzulernen.

Bis auf den Prolog und den Epilog werden alle Kapitel aus der Sicht von David erzählt.

Ursprünglich sollte die ganze Geschichte nur auf der Veranda spielen.

Eine verworfene Idee war, im Hintergrund die ganze Zeit Jazz-Musik laufen zu lassen, die David nicht abschalten kann, da er die Veranda ja nicht verlassen darf.

Das Ermittlerduo Macintosh und Highsmith haben in diesem Buch ihren fünften Auftritt nach totreich, Aufgefressen, Dirty Story und Ort des Bösen.

Auch in "Veranda" gibt es wieder viele Bezüge zu meinen vorherigen Werken. Diese sind u.a. die Erwähnung des Verlagshauses "Headmans & Sprouse" und des Namens Grace Martins (sie ist die Freundin von Jack Calhey aus totreich, Aufgefressen, und Ort des Bösen). Inspektor Macintosh macht mehrere Andeutungen, die sich ganz klar auf totreich beziehen. Der "Ealing Strangler" aus Frischfleisch wird ebenfalls erwähnt.

Zu den Namen: Dr. David Snows Nachnamen habe ich von Dr. Bartholomew Snow ausgeliehen, den Rock Hudson im Film "New York Express" (Blidfold, USA 1966) verkörperte. Der seines Mieters stammt ganz klar aus dem Hitchcock-Klassiker "Der falsche Mann" (The wrong Man, 1956). Elliott Dalton sollte ursprünglich Anthony Wilkens heißen.

Ein kurzer Monolog stammt 1:1 aus Hitchcock's "Die Vögel" (The Birds, 1963) und wird dort von Jessica Tandy gesagt.
Leserstimmen
5 Sterne

Spannender Thriller

von HelgasBücherparadie, lovelybooks.de

Der Psychiater David Snow sitzt auf seiner verglasten Veranda und genießt die wunderschöne Aussicht, bis er eine SMS vom Handy seiner Frau mit einer Nachricht erhält, dass sie entführt wurde, er noch weitere Anweisungen erhalten wird und auf keinen Fall die Veranda verlassen oder die Polizei einschalten soll. Da die Veranda einsehbar ist, hat er keine Chance um Hilfe zu bitten.

Inzwischen kommt der reiche Patient Elliot Dalton und David bittet ihn auf die Veranda. Schon kommen neue ungeheuerliche Instruktionen, die David den Schweiß ausbrechen lassen. Lässt er sich auf die Forderungen ein oder beschützt er seine Frau?

J.P. Conrad ist hier ein außergewöhnlicher Thriller gelungen, der einen von Anfang an fesselt, so dass man das Buch keineswegs aus der Hand legen möchte. Man leidet mit David. Wie wird er sich entscheiden? Wer steckt hinter diesen anonymen und mysteriösen Nachrichten?

Die Geschichte ist raffiniert gestrickt mit unerwarteten Wendungen. Das Geheimnis um den Anrufer wird erst am Ende aufgelöst, somit ist der Spannungsbogen von Anfang an hoch ist. Die Kapitel sind kurz und halten einen in Atem.

Die Sprache ist sehr bildlich, der Schreibstil flüssig und alles sehr stimmig. Die Charaktere sind durchgehend sympathisch. J. P. Conrad versteht es zu unterhalten und mitzureißen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
5 Sterne

In der Kürze liegt die Würze.

von ElisabethBulitta, lovelybooks.de

Der Londoner Psychiater David Snow führt ein erfolgreiches und friedliches Leben. Doch wird diese Idylle eines Tages zerstört: Als er auf seiner verglasten Veranda sitzt, erhält er eine SMS. Seine Frau wurde entführt, seine Veranda wird überwacht, und er hat den Anweisungen des Entführers Folge zu leisten. Doch geht es dem Entführer dabei keineswegs um Geld, sondern um die Ausführung eines diabolischen Plans.

Auf knapp 200 Seiten ist es JP Conrad gelungen, einen intelligenten, gut durchdachten und ungewöhnlichen Thriller zu verfassen. Schon mit dem Prolog zu Beginn, in dem es um einen Mord geht, baut Conrad einen Spannungsbogen auf, der bis zum Ende nicht abreißt. Während des Lesens werden die Leser/innen immer wieder auf falsche Fährten gelockt und es ergeben sich massig unerwartete Wendungen, was permanent für Kopfzerbrechen und Hochspannung sorgt.

Größtenteils ist der Thriller aus der Ich-Perspektive von David Snow erzählt. Dieses hat zur Folge, dass man sich gut in den Psychiater hineinversetzen kann und förmlich mit ihm mitleidet: Was soll ich tun? Wie komme ich am besten aus diesem „Horrortrip“ wieder heraus? Was liegt diesem perfiden Plan zu Grunde? Erst am Ende wird diese letzte Frage geklärt – auf verblüffende Art und Weise, aber dennoch absolut logisch.

Die Zahl der Protagonisten ist sehr überschaubar, alle sind sympathisch dargestellt.

Conrads Sprache ist flüssig und leicht zu lesen. Lockere Sprüche und sarkastischer Humor lassen die Lektüre zu einem kurzweiligen Leseerlebnis werden.

Eigentlich lese ich in der Regel eher etwas längere Bücher, doch liegt hier in der Kürze die Würze, weil man während des Lesens wirklich nicht zur Ruhe kommt und sich die ganze Zeit das Gehirn zermartert. Ich war von dem Buch durch und durch begeistert: ein kurzer Thriller, rasant und packend erzählt, der in einem Rutsch gelesen werden will. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
5 Sterne

Was muss passieren, damit ein Mensch zum Monster wird?

von Anja Schmidt, Zwiebelchens Plauderecke

Die Grundfrage in diesem Buch hat mich schon nach dem Klappentext nicht mehr losgelassen. Was muss passieren, damit ein Mensch zum Monster wird?

Im Affekt oder zur Selbstverteidigung sind wir in der Lage einen anderen Menschen zu töten, doch auf Befehl und ohne Aggressionsgrund dem Opfer gegenüber - schwerlich. Dennoch müssen wir unsere Überlegungen noch einmal überdenken. Wie würden wir uns verhalten, wenn das Leben eines geliebten Menschen auf dem Spiel steht? Wie verschiebt sich hier unsere Grenze von Richtig oder Falsch?

Das grundsätzliche Geschehen spielt sich innerhalb des kleinen Radius einer Veranda ab. David Snow ist Psychiater und kennt sich mit den menschlichen Abgründen aus. Diese Situation jedoch überfordert auch ihn. Er fühlt sich macht- und hilflos. Die Umstände treiben ihn in einen Strudel der Ereignisse, denen er nur schwer entfliehen kann. Sein bisheriges Leben löst sich auf, wie ein Luftschloss. Er wird zum Spielball in einem perfide ausgeklügelten Plan und muss erkennen, dass alles, was ihm wirklich wichtig war, auf einer Lüge aufbaute.

Rache ist eine mächtige Kraft. Die Akteure vergessen sogar, dass sie letztendlich nicht besser sind, als ihr Opfer, das sie für seine Taten bestrafen möchten. Selbstjustiz ist keine wirkliche Lösung. Am Ende gibt es nur Verlierer.

J. P. Conrad versteht es geschickt, ein psychologisches Spiel mit seinen Lesern zu treiben. Die Gefühle von David Snow sind derart greifbar, dass man sich selbst in diesen Protagonisten wiederfindet und die Ereignisse mit ihm erlebt. Die wahren Hintergründe des Verbrechens eröffnen sich uns erst nach und nach und den letzten wichtigen Faden gibt uns der Autor wirklich erst auf den allerletzten Seiten in die Hand.

Ich fühlte mich wunderbar unterhalten, konnte bis zum Schlusssatz mitfiebern und ermitteln. Ein psychologisch gut ausgereifter Thriller.
5 Sterne

"Veranda" Rezension

von Felice Siana, Facebook-Rezensentin

Es sollte ein entspannter Samstag Vormittag werden. Doch nach dem Frühstück mit einem Jugendfreund enthält David Snow die Nachricht von der Entführung seiner Frau und mit ihr sehr genaue Anweisungen um ihr Überleben sicher zu stellen.

Ich hab bei dem Titel zunächst an "Das Fenster zum Hof" denken müssen, den Vertigoeffekt auf dem Cover finde ich daher sehr passend.

J.P. Conrads neuer Roman besticht durch einen durchdachten Aufbau, der die Wahrheit erst Stück für Stück ans Licht holt und den Leser so bis zur letzten Szene mitgrübeln lässt. Immer wieder tun sich neue Zusammenhänge auf, selbst dann noch als der Leser schon alles überstanden zu haben glaubt. Die Geschichte zeichnet sich durch eine Sprache aus, die wenig Mühe macht, sich in die Handlung hineinzufinden, sodass einem kurzweiliges Leseerlebnis nichts im Weg steht.
5 Sterne

Ein perfider Plan

von cz, Amazon Rezensentin

Der schwerreiche IT-Tycoon hat Feinde, was bei einem erfolgreichen Geschäftsmann nicht ungewöhnlich ist. Doch scheinbar entspringen die tödlichen Gefahren lang vergangenen Zeiten.

Was hat der Psychiater David mit all dem zu tun? In welch einen grausig-mysteriösen Plan wird er hinein gezogen, nachdem ihn ein Freund aus Jugendtagen besucht? Nichts scheint logisch. Die Ereignisse überschlagen sich und der Wahnsinn nimmt an Fahrt auf …

Der Spannungsaufbau beginnt schon ganz am Anfang mit der Charakterbeschreibung zweier Männer, die scheinbar ein Unrecht aus der Vergangenheit verbindet. Nach und nach wird ein intelligent konstruiertes Verbrechen aufgedeckt, dessen letztes Geheimnis erst auf den letzten Seite verraten wird. Der Roman reißt mit und entlässt den Leser und die Leserin bis zum Schluss nicht aus seinem Bann.
5 Sterne

Spannend und gut konstruiert

von MadVi, Amazon Rezensentin
Dr. David Snow ist Psychiater und hat gerade mit einem alten Schulfreund, den er zufällig wiedergetroffen hat, gemeinsam in seiner Wohnung gefrühstückt. Als er ihn verabschiedet hat und auf seiner Veranda sitzt, erhält er auf seinem Smartphone eine Nachricht: jemand hat seine Frau entführt und droht damit, sie zu töten, wenn er nicht alle Anweisungen befolgen wird. Dazu gehört auch, dass er die Veranda nicht verlassen darf. Dann klingelt es an der Tür....

Mir hat dieser Thriller ausgesprochen gut gefallen! Er beginnt mit einem Prolog, den man erst im späteren Verlauf zuzuordnen weiß und baut damit direkt Spannung auf. Dr. David Snow erzählt die Geschichte aus der Ich- Perspektive und so ist man Leser genauso fassungs- und ratlos, was überhaupt geschieht und vor allem weshalb. Die Anweisungen, die Snow erhält, sind unfassbar und man bangt mit, wie er reagieren und was als nächstes passieren wird. Unnötige Nebenschauplätze gibt es hier nicht und so wird der Leser permanent an der Stange gehalten.

Nach und nach offenbart sich der Hintergrund und das Ende hätte ich so nicht erwartet. Für mich war der Zusammenhang gut konstruiert und schlüssig. Die Protagonisten sind überschaubar und durch einige trockene Sprüche wird das ganze unglaubliche Geschehen auch etwas aufgelockert.

Durch die relativ kompakte Seitenzahl kann man das Buch gut durchlesen und die Seiten flogen bei mir nur so dahin, da ich wissen wollte, was dahintersteckt. Für mich ein klares "Daumen hoch" für dieses Buch!
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Die Bezugsquellen für den Thriller "Veranda" werden in Kürze hier genannt!

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